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    Smart Citizen Assistant


    In aspern Seestadt sollen Sensoren wie zum Beispiel intelligente Stromzähler (smart meters) verschiedene Messwerte erfassen und zentral speichern.  Die Anzeige und die weitere Verarbeitung solcher Werte ist außerhalb der Systeme des Stromnetzbetreibers schwierig. Der Smart Citizen Assistant soll die technischen Voraussetzungen schaffen, um Entwicklern und Datenkonsumenten die gesammelten Daten für diverse Anwendungsszenarien möglichst einfach bereitzustellen. Solche Messdaten können etwa den Energieverbrauch der Bewohner visualisieren oder  zur Datenanalyse und Entscheidungsunterstützung  von Stromkunden herangezogen werden. Künftige Endanwendungen sind z.B. Smartphone Apps, klassische Desktopanwendung oder Softwaresysteme zur Heimautomatisierung.

    Der Smart Citizen Assistant schafft für diese unterschiedlichen Szenarien und Anwendungsformen eine neuartige, möglichst universell einsetzbare Schnittstelle (API). Diese API wird die relevanten Daten individuell und zeitnah für effektive, verständliche Endanwendungen auf mobilen und anderen Endgeräten bereitstellen. Im Projekt Transform+ werden Stromverbrauchsdaten erfasst und als beispielhafte Applikation wird der Prototyp eines Energieverbrauchsmonitors erstellt. Dieser liefert eine zeitnahe Übersicht über den persönlichen Energieverbrauch und ermöglicht den Vergleich mit Durchschnittswerten.

    Eine wesentliche Komponente der aspern Seestadt wird ein Teradata Datawarehouse sein. In dieser zentralen Datenbank werden die Stromverbrauchsdaten gesammelt. In einem ersten Schritt wird der Smart City Assistant diese Stromverbrauchsdaten für externe Nutzer verfügbar machen. Die Schnittstelle soll so konzipiert werden, dass für künftige Anwendungen weitere, neue Datenquellen integriert werden können. Solche Datenquellen können Daten von weiteren Sensoren (etwa Wettersensoren) der aspern Seestadt, Open Data Quellen der Stadt Wien oder anderer Datenprovider sein.

    Später findet ein Workshop für unabhängige Applikationsentwickler statt. Dieser  Wettbewerb soll Entwickler dazu anregen, die Schnittstelle kreativ zu nutzen. So wird wertvolles Feedback für die Weiterentwicklung der Schnittstelle gewonnen.

    Die geplante API für Stromverbrauchsdaten stellt den ersten Schritt dar, um künftig möglichst vielfältige Daten anbieten zu können. Der eigentliche Mehrwert der API wird erst in Zukunft realisiert, sobald Endanwendungen wie mobile Apps entwickelt und verbreitet werden. Besonderes Augenmerk bei der Verwendung des Smart Citizen Asisstants muss auf den Schutz der verwendeten persönlichen Daten gelegt werden.

    Der Smart City Assistant unterstützt insgesamt das Vorhaben der Stadt Wien zu mehr Transparenz, um zukünftigen smart citizens eine attraktive Infrastruktur zur Verfügung zu stellen. Damit wird die Vorreiterrolle Wiens im Bereich offener Daten weiter ausgebaut.

    Datengrundlagen, Datenschnittstelle und mögliche Anwendungen und Produkte inklusive eines im Projekt entwickelten Prototyps